Remote Working als Erfolgsfaktor

Wie die Unternehmens-IT aus der Not eine Tugend macht und die digitale Transformation bewältigt

Es ist nicht weniger als ein Paradigmenwechsel, der sich gerade vor den Augen der Welt vollzieht: Remote Working ist zum kritischen Erfolgsfaktor der Wirtschaft geworden. Das stellt die meisten Organisationen vor enorme Herausforderungen, birgt aber auch gewaltige Chancen. Bereits gegen Ende vergangenen Jahres empfahl US-Branchenanalyst Gartner in seinem Report „Predicts 2021: Digital Workplace Infrastructure and Operations“, aus der Not eine Tugend zu machen und die kurzfristigen reaktiven Maßnahmen in eine permanente strategische Lösung zu wandeln. Denn die Digitalisierung der Arbeitswelt ist eine ohnehin geplante Transformation, für welche die IT gleich mehrere essentielle Aufgaben zu bewältigen hat: Sicherheit gewährleisten, Effizienz herstellen, Kostenkontrolle etablieren, Ressourcen optimieren, Wachstum ermöglichen. Unified Endpoint Management (UEM) sei dazu der Schlüssel, so Gartner. Das war 2020 zwar erst bei weniger als 5% der Unternehmen und Institutionen eingeführt, sollte bis 2024 aber schon bei mehr als der Hälfte Standard sein.

Neues Mindset

Warum UEM? „Was wir hier gerade erleben, ist ja nicht nur eine technologische Transformation, sondern auch eine gesellschaftliche“, sagt Markus Gärtner, Vorstand des IT-Spezialisten Deskcenter AG. „Da entstehen zunehmend heterogene Strukturen mit einem hohen Grad an individueller Selbstbestimmung, die auch die Anforderungen an das Arbeitsumfeld neu definieren. Mobilität und Agilität gewinnen deshalb zunehmend an Bedeutung, sie bestimmen das neue Mindset auch im unternehmerischen Alltag. Und genau diese heterogenen Strukturen, diese Komplexität setzt sich auch in den IT-Landschaften fort.“ Verschiedenste Devices, unterschiedliche Betriebssysteme, eine schier unerschöpfliche Vielfalt an Software nebst all ihrer Lizenzen und Updates sowie den Support gilt es möglichst effizient unter einen Hut zu bringen und auf dem Schirm zu behalten. Idealerweise auf einem einzigen UEM.

Checkpoint 1

Frau arbeitet im Park am Laptop mit Notizbuch

Der erste Schritt lautet in jedem Fall: Inventarisierung. Die lückenlose Erfassung sämtlicher IT-Assets dient nicht nur dem allgemeinen Überblick. Schon ein fehlender Patch oder ein unbekanntes Notepad im Firmennetzwerk kann ein massives Sicherheitsrisiko darstellen. Eine gute Inventarisierung identifiziert aber nicht nur Schatten-IT, sondern auch ungenutzte Systeme und Anwendungen. Das kann erheblich Kosten sparen.

Checkpoint 2

Sind alle Assets erfasst, geht es an deren sichere Verwaltung. Ein modernes, leistungsfähiges IT Asset Management (ITAM) kennt sämtliche Sachanlagen des Unternehmens, einschließlich der Beziehungen zu- und Abhängigkeiten voneinander, und verfügt über ein effektives Lizenzmanagement. Es liefert essentielle Informationen zu taktischen wie strategischen Handels- und Investitionsentscheidungen, erfüllt die Anforderungen der Compliance und hat damit wesentlichen Einfluss auf sämtliche Geschäftsbereiche. Die relevanten Daten werden in übersichtlichen, skalierbaren Dashboards ausgeliefert.

Checkpoint 3

Software-Managements: Im Remote Working kommt eine Vielzahl mobiler Devices hinzu – oft auch private Geräte, die jetzt teilweise beruflich genutzt werden. Es braucht also eine pointierte Planung und Organisation sämtlicher Applikationen und Komponenten vom OS-Deployment über die Softwarepaketierung und -verteilung bis zum Patchmanagement.

Checkpoint 4

Der Schutz der gesamten IT einer Organisation hat auch bei quer durch die ganze Republik verteilten Digital Workplaces oberste Priorität. Mit verschiedenen Tools oder isolierten Modulen aber stößt das IT-Management zunehmend an seine Grenzen. ITAM, Lizenz- und Software-Management sollten nahtlos ineinandergreifen und dabei auch die Aspekte Mobilität, Agilität und künftige Entwicklungen wie beispielsweise IoT-Anwendungen berücksichtigen können. Genau da spielt das Unified Endpoint Management seinen großen Trumpf aus: Alles vereint, wie der Name schon sagt.

Checkpoint 5

Kommunikation und Support sollten elementarer Teil der DNA eines UEM sein. Die Einrichtung eines Service oder Help Desks, wo sämtliche Nutzeranfragen zusammenlaufen, ist somit nahezu unumgänglich. Das steigert die Zufriedenheit der Mitarbeiter und Kunden deutlich; die Folgen sind Unternehmensleistung auf dauerhaft hohem Niveau, Attraktivität für gutes Personal sowie bessere Reputation und wirtschaftlicher Erfolg.